Als 2015 die Flüchtlingszahlen in Deutschland stark stiegen, war für den Vorstand der AWO Schwäbisch Hall klar, dass sie tätig werden wollen. Die Idee war auch schnell geboren: Unter dem Dach der AWO Schwäbisch Hall soll eine Begegnungsstätte für Bürgerinnen und Bürger aus Schwäbisch Hall und Zugewanderte geschaffen werden. 18 engagierte Bürgerinnen und Bürger aus dem Großraum Schwäbisch Hall verschrieben sich dieser Idee und gestalteten in nur drei Treffen innerhalb von vier Wochen ein Veranstaltungskonzept. Die AWO hatte bereits zugesagt, die finanziellen Mittel und als Räumlichkeiten, das Café Gänsberg zur Verfügung zu stellen.

Am 24.10.2015 war es dann so weit, die insgesamt 11 Ehrenamtlichen starteten mit 34 Zugewanderten die erste Teestube International und schnell wurde klar, dass der Name auch Programm ist. Denn die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen u.a. aus Syrien, Kasachstan, Eritrea, Kosovo, Serbien und Albanien. Die Unterstützung durch einen arabisch-sprachigen Übersetzer war hierbei Gold wert.

imageonline co sharpenedimagejpg 4Durch die Wünsche der internationalen Gäste wurden dann auch die Schwerpunkte der gemeinsamen Treffen festgelegt. Die meisten erbaten Unterstützung beim Erlernen der deutschen Sprache, bei der Arbeitssuche sowie bei der Durchsicht und Beantwortung von behördlichen Schreiben. Zudem freuten sie sich darauf den Kontakt zu den Ehrenamtlichen, auch außerhalb der Teestubentreffen, zu vertiefen. Um die gewünschte Unterstützung zu ermöglichen und dennoch den vielen Kindern, die ebenfalls zu den Besuchern zählten, gerecht zu werden, gab es für die Kleinen einen extra eingerichteten Bereich mit Bastel- und Spielsachen. Für die Bespaßung der Kinder waren zwei, von der AWO bereitgestellten, Betreuungskräfte zuständig.

So sind fast 5 Jahre vergangen und die Teestube hat sich in einem Monats-Rhythmus etabliert. Die Abläufe sind eingespielt und die Teestube kann auf viele Veranstaltungshighlights zurückblicken, wie das gemeinsame Singen mit anschließendem Auftritt vor Publikum, das Ostereier färben, das gemeinsame Kochen, das Weihnachtsbrötchen backen und –Sterne basteln, sowie das Schauen eines Films über Schwäbisch Hall. Dabei wurde immer auf die unterschiedlichen religiösen Feste geachtet, wodurch die Kontakte zwischen Schwäbisch Haller Bürgerinnen und Bürger und Zugewanderten vertieft und der Zugang zu Kulturen und Traditionen geöffnet wurde. In verschiedenen Lebenslagen konnten die Ehrenamtlichen, auch außerhalb der Teestube, unterstützen und es entstanden Freundschaften.

Das letzte Treffen der Teestube International, vor dem Einschnitt durch Corona, fand am 22.02.2020 statt. Das bisherige Konzept der Teestube International erfordert den persönlichen Kontakt sowie ein Spiel- und Bastelangebot, was unter den aktuell geltenden Hygiene- und Abstandserfordernissen nicht umsetzbar ist. Daher ist eine Neuausrichtung des Angebots erforderlich. Über Anregungen und Ideen für neue Formen der Unterstützung für Zugewanderter, an die E-Mail-Adresse: Email, würden sich die Ehrenamtlichen sehr freuen. Denn der persönliche Kontakt sowie die Unterstützung waren immer am stärksten gefragt und das soll auch weiterhin möglich sein.

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