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v.l.n.r. Jamal El Basha und sein Sohn Ahmed El Basha beim Freundschaftag in Schwäbisch Hall

 

Die AWO Schwäbisch Hall trauert um Jamal El Basha.

Geboren am 1. Dezember 1956 im Libanon, kam Jamal El Basha Ende der 80er Jahre mit seiner Familie nach Deutschland. Fremd in einem neuen Land stand er vor großen Herausforderungen und es gab viel Neues das es kennenzulernen galt. Einer seiner ersten Anlaufstationen als Asylbewerber war daher der Sozialdienst für Flüchtlinge der AWO Schwäbisch Hall. Mit Hilfe der Unterstützung der Flüchtlingssozialarbeiter*innen, vor allem aber aufgrund seiner offenen und erfahrungsfreudigen Art, gelang es Herrn El Basha sehr schnell ein fester Teil unserer Gesellschaft zu werden und über die ganzen Jahrzehnte hinweg auch ein fester Teil der AWO Gemeinschaft zu bleiben. Mit viel Einsatzbereitschaft half er andere Zugewanderte dabei in Deutschland Fuß zu fassen. Mit seinen guten Englischkenntnissen und den schnell erlernten Deutschkenntnissen unterstützte er als Dolmetscher in arabischer Sprache, wann immer er gebraucht wurde. Zudem setzte er sich als Streitschlichter in Flüchtlingsunterkünften für ein gutes Miteinander ein. Aufgrund seiner empathischen und ausdrucksstraken Art war er auch unter den Migranten akzeptiert und sehr geschätzt.

Im Laufe der Jahre entwickelte sich eine traditionelle Zusammenarbeit zwischen Herrn El Basha und der AWO bei städtischen Festen und AWO Veranstaltungen. Vor allem bei Aktivitäten der Kinderinsel und beim Freundschaftstag trat er im Namen der AWO in Erscheinung. Über 15 Jahre lang war Jamal El Basha Teil des Freundschaftstages. Hier verkaufte er seine berühmten Falafeln, die ihn in der ganzen Stadt bekannt machten. Einen Teil der Einnahmen spendete er immer der AWO – meist der Kinderinsel.

Auch in der Teestube International engagierte er sich vom Gründungstag am 25. Oktober 2015 an als ehrenamtlicher Mitarbeiter und Dolmetscher. Er half bei der Verständigung und legte damit Grundsteine für die weitere Zeit. Dank seiner eigenen Geschichte und mit seiner freundlichen und hilfsbereiten Art war er den anderen Ehrenamtlichen eine große Stütze und ein Türöffner, um mit den Gästen der Teestube International in Kontakt zu kommen.

Am 7. Juni 2021 verstarb Jamal El Basha im Alter von 64 Jahren nach langer Krankheit. Für die AWO ist sein Tod ein großer Verlust. Alle Mitarbeiter*innen und Ehrenamtliche der AWO, die ihn kannten, werden ihn schmerzlich vermissen. Doch was bleibt ist die tiefe Dankbarkeit, einen so großartigen Freund und Mitstreiter für Integration in unserem Kreis gehabt zu haben. „Das schönste Denkmal, das ein Mensch bekommen kann, steht in den Herzen der Mitmenschen“ (Albert Schweizer) und so haben wir ihm ein Denkmal in unserem Herzen gesetzt, wo er unvergessen bleibt. Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Familie und allen Angehörigen.

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