Paul Hofstetter Medaille an Dr. Walter Müller

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Sich für andere einsetzen, steigert die Lebensqualität

Im kleinen Rahmen und bei einem Abendessen wurde Dr. Walter Müller, Schwäbisch Hall, eine der höchsten Auszeichnungen der Arbeiterwohlfahrt – die Paul Hofstetter Medaille – zuteil. Überreicht wurde diese Ehrung durch Stefan Oetzel, Vorsitzender des Präsidiums der AWO Württemberg, durch Rüdiger Schorpp als Ehrenvorsitzender, durch den Vorsitzenden Michael Wanner, durch Lars Piechot als Geschäftsführer und Werner Hepp als Mitglied des Vorstandes – alle AWO Schwäbisch Hall.

„Dr. Walter Müller hat sich mit dem AWO-Vorsitz als ausgesprochen sozialer Macher und als Menschenfreund erwiesen. Ihn und seine Verdienste für die Haller AWO zu würdigen und zu ehren, ist uns ein großes Anliegen. Wir freuen uns sehr, dass ihm diese Ehrung zuteilwird“, freut sich der Vorsitzende der AWO Schwäbisch Hall, Ernst-Michael Wanner.

In Zeiten großer Unsicherheit hatte Dr. Walter Müller den Mut, von 2006 bis 2015 die Verantwortung für die AWO und den Vorsitz zu übernehmen sowie neu auszurichten. Diese Zeit war geprägt von neuen sozial- und gesellschaftspolitischen Projekten, die die öffentliche Wertschätzung der AWO im Haller Raum als modernen Sozialverband und Dienstleister nachhaltig gefördert und gefestigt haben. Der Geschäftsführer der AWO Schwäbisch Hall, Lars Piechot, dankt Walter Müller ausdrücklich für seinen maßgeblichen Anteil daran, dass das Haupt und das Ehrenamt Hand in Hand arbeitet. Er weiß: „Das ist für einen erfolgreichen Wohlfahrtsverband wie uns sehr relevant. Walter Müller hat dies jahrelang gelebt und auch in diesem Punkt sehr zum heutigen Erfolg der Haller AWO beigetragen.“

Eine Leitlinie seines Handelns war die: „Als vom Leben Begünstigter, fühle ich mich verantwortlich für Benachteiligte und ein soziales Miteinander“, so Dr. Walter Müller. Der Ehrenvorsitzende Rüdiger Schorpp weiß: „Gesellschaftliche Zustände bejammern und beklagen – das war nicht Walters Art. Sein Motto: nicht klagen, sondern helfen und fördern, Ungerechtigkeiten verringern, aber auch Ursachen für gesellschaftliche Missstände benennen. Er hat die Rolle der AWO als Anwalt für diejenigen, die ihre Interessen nicht artikulieren können, neu ausgestaltet.“

Ein besonders hervorzuhebendes Projekt von Walter Müller ist das Projekt ‚Zugewandert nach Schwäbisch Hall‘. Hier ging es um den gegenseitigen Austausch und das Verständnis zwischen den Generationen. Junge Migranten, Schüler und Schülerinnen interviewten Migranten, die seit 1955 aus den unterschiedlichsten Ländern als Arbeitsmigranten nach Schwäbisch Hall kamen und hiergeblieben sind. Die Ergebnisse sind für die Nachwelt dokumentiert. Mit diesem Projekt ist es gelungen, ein differenziertes Verständnis und eine Einordnung der Migrationsgeschichte in Schwäbisch Hall zu erreichen.

Stefan Oetzel, Vorsitzender des Präsidiums der AWO Württemberg, fasst anlässlich der Übergabe der Paul Hofstetter Medaille zusammen: „Durch seine Offenheit, seinen Humor und seine Menschlichkeit ist es ihm gelungen, die AWO für Themen und Menschen zu öffnen, die bis dahin keinen Zugang zur AWO hatten. Die AWO ist heute thematisch breiter aufgestellt, sie ist in der Mitte der Gesellschaft verankert und hat neue Förderer und Sympathisanten gewonnen. Durch Menschen wie Dr. Walter Müller“.

Info: Die Paul-Hofstetter-Medaille ist eine hohe Auszeichnung des AWO Bezirksverbandes Württemberg, die für besonderes ehrenamtliches Engagement und Verdienste im sozialen Bereich verliehen wird. Die Medaille würdigt langjährigen Einsatz für die Arbeiterwohlfahrt. Die Medaille ist nach Paul Hofstetter benannt, einem langjährigen Vorsitzenden und prägenden Mitglied der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in Württemberg. Sie wird durch die AWO-Ortsvereine oder den Bezirksverband Württemberg an Personen verliehen, die sich in herausragender Weise sozial engagieren. In Anerkennung für ehrenamtliche Arbeit und Motivation für bürgerschaftliches Engagement.